#Blutmond Mädchen

oder Berg und Tal statt digital?

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Was sich heute bereits wie ein Ding der Unmöglichkeit anfühlt, ist dennoch Tatsache: Ich bin ein Kind der Vor-Internet-Generation. Fotos ließen meine Freundinnen und ich vom Film entwickeln und dann in der Drogerie des Vertrauens „Bild von Bild“-Abzüge machen. Absprachen und Verabredungen wurden nur persönlich oder per Telefon getroffen, manchmal auch von der Telefonzelle aus – irgendwie ging es immer. Wenn meine Mutter wissen wollte, wo ich stecke, musste sie mit den Eltern meiner Freunde über das Telefon kommunizieren – es gab Tage, da stand so ein Apparat kaum still. Und wollte man für ein Referat recherchieren, besuchte man die örtliche Bibliothek. Für die heutige Schüler-Generation muss sich das sehr kompliziert anhören – wie aus einer Zeit die lange, lange zurückliegt. Weiterlesen

„Ihre Kinder gehören jetzt uns!“ (Blogparade)

Mama notes hat Angst vor der Einschulung ihres Kindes und ruft auf zur Blogparade, um andere Elternmeinungen einzuholen. Auch wenn ich einige Punkte verstehen kann, glaube ich, eine grundlegend andere Einstellung zu diesem Thema zu haben (zumindest was die Grundschulzeit angeht).

Mit Mama-Ängsten ist da ja so eine Sache: Wir alle haben sie – mehr oder weniger – und ganz oft überraschen uns unsere Kinder damit, wie cool sie im Gegensatz zu uns mit (neuen) Situationen umgehen. So war es bei uns auch mit der Einschulung und allem was damit zusammenhängt. Weiterlesen

„di amajse di wajnt gants lajse “ – Schreiben nach Gehör

Der Erste ist nun seit zwei Wochen in der Schule und hat bisher noch nicht allzu viel gelernt. Man hört schon mal „Heute haben wir Ameise/Pinguin schreiben gelernt“, doch da es noch keine Hausaufgaben gab und er die Sachen noch nicht mit nach Hause bringt, weiß ich nicht genau, was das bedeutet. Ich wundere mich darüber, dass an einem Tag das „L“ gemalt wird, am nächsten lernen sie angeblich ganze Wörter wie Ameise und Pinguin… Welches Prinzip steckt da dahinter? Lernt man heute nicht mehr einen Buchstaben nach dem anderen? Und was heißt heute Schreiben lernen? Scheiben sie „amajse“ oder „Ameise“?

Schreiben nach Gehör – für mich eine der schlimmsten Entwicklungen der letzten Jahre. Weiterlesen

12 von 12 – September 2015

Es ist mal wieder soweit. Wie an jedem 12. des Monats geht eine Bilderflut durch die Eltern-Blogosphäre. Der 12. des Monats wird auf 12 Fotos dokumentiert. Auch wenn ich mir die ganzen tollen Fotos bei anderen immer gerne anschaue… ich selber bekomme das so nicht hin. Erstens bin ich keine Super-Fotografin mit tollem Equipment und zweitens geht es bei uns auch selten so stilecht/harmonisch/aufgeräumt zu, wie auf diesen Fotos suggeriert wird. Und wenn, dann habe ich gerade keinen Fotoapparat zur Hand oder keinen Bock zu knipsen…

Deshalb kommen hier meine 12 authentischen Fotos des gestrigen Tages: Weiterlesen

Achtung, Paparazzi! #Einschulung

Gestern war der große Tag – die Einschulung des Ersten! Man macht sich ja vorher viele Gedanken: Muss man heulen? Wird das Kind sich gut trennen können oder gibt es Theater? Kennen sich alle anderen Kinder schon? Was für Kinder sind wohl in seiner Klasse? Hoffentlich ist die Klassenlehrerin nett… All diese Dinge sind zum Glück mehr als gut gelaufen. Die Klassenlehrerin ist sehr jung, aber sympathisch. Der Erste war super cool, sprang gleich auf, als sein Name aufgerufen wurde und marschierte nach vorne. Man spürte richtig, dass er es nicht erwarten konnte… Die Klasse ist gut durchmischt, es gibt auch andere Kinder, die noch  niemanden kennen. Und: Ich musste tatsächlich NICHT heulen! Es ist irgendwie keine wirklich emotionale Stimmung bei mir aufgekommen. Die Einschulungsveranstaltung war schön, aber sehr unaufgeregt. Und ich war in erster Linie damit beschäftigt, mich über den Großteil der anderen Eltern aufzuregen… Ja tatsächlich! Das Einzige worüber ich mir vorher keine Gedanken gemacht hatte, hat mir an diesem Tag den Blutdruck hochgetrieben. Weiterlesen

Trotz dem…!

Kaum habe ich meinen Beitrag zur Blogparde #Wutkinder fertig, da entwickelt die Zweite ihre Trotzphase (oder netter: Autonomiephase) weiter. Plötzlich gibt es ein Wort in ihrem Repertoire, von dem ich nicht weiß, wo sie es herhat, das sie aber treffsicher immer dann einsetzt, wenn ihr etwas nicht passt:

Nein, du darfst jetzt nichts Süßes haben. – TROTZDEM!

Ziehst du dich bitte an? – TROTZDEM!

Es fängt gleich an zu regnen, wir gehen jetzt nicht in den Zoo – TROTZDEM!

Zweite, räum sofort den Scheiß weg! – TROTZDEM!

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