Kaum habe ich meinen Beitrag zur Blogparde #Wutkinder fertig, da entwickelt die Zweite ihre Trotzphase (oder netter: Autonomiephase) weiter. Plötzlich gibt es ein Wort in ihrem Repertoire, von dem ich nicht weiß, wo sie es herhat, das sie aber treffsicher immer dann einsetzt, wenn ihr etwas nicht passt:

Nein, du darfst jetzt nichts Süßes haben. – TROTZDEM!

Ziehst du dich bitte an? – TROTZDEM!

Es fängt gleich an zu regnen, wir gehen jetzt nicht in den Zoo – TROTZDEM!

Zweite, räum sofort den Scheiß weg! – TROTZDEM!

Auf den ersten Blick ist nicht immer gut zu erkennen, wie gut das Wort passt. Doch wenn man sich mal überlegt, wo es eigentlich her kommt, was es bedeutet, wundert man sich darüber, wie ein dreijähriges Kind erkennt, was dem Erwachsenen erst mal nicht so klar erscheint. Das Wort „trotzdem“ enthält natürlich den Trotz und bedeutet im Grunde genommen „Ich trotze diesem und jenem“. Ich trotze dem Regen, ich trotze deinem Wunsch mich anzuziehen, aufzuräumen etc. Perfekt, oder? Klar wird es auch an diesem Beispiel:

Sie gingen trotz des Regens spazieren. – Sie gingen trotzdem.

Ich habe mir da vorher noch nie Gedanken drüber gemacht. Da muss erst eine kleine schlaue Dreijährige kommen und mich zum Nachdenken anregen. Ich bin gerade ganz hin und weg von der Genialität meines Nachwuchses #Mutterstolz . Kinder sind doch (überwiegend) wunderbar!

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