oder Berg und Tal statt digital?

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Was sich heute bereits wie ein Ding der Unmöglichkeit anfühlt, ist dennoch Tatsache: Ich bin ein Kind der Vor-Internet-Generation. Fotos ließen meine Freundinnen und ich vom Film entwickeln und dann in der Drogerie des Vertrauens „Bild von Bild“-Abzüge machen. Absprachen und Verabredungen wurden nur persönlich oder per Telefon getroffen, manchmal auch von der Telefonzelle aus – irgendwie ging es immer. Wenn meine Mutter wissen wollte, wo ich stecke, musste sie mit den Eltern meiner Freunde über das Telefon kommunizieren – es gab Tage, da stand so ein Apparat kaum still. Und wollte man für ein Referat recherchieren, besuchte man die örtliche Bibliothek. Für die heutige Schüler-Generation muss sich das sehr kompliziert anhören – wie aus einer Zeit die lange, lange zurückliegt.

Und heute? Ein Beispiel

Während der #Mondfinsternis am 28.9.2015, Montagmorgen um 3 Uhr, wurde unser kleines Mädchen geboren. Unser 3. Wunschkind. Durch und durch etwas Besonderes, da sie unsere Familienplanung abschließt, geboren in einer besonderen Nacht, die sich so erst in über 500 Jahren wiederholen wird. Schon bei den allerersten Wehen um 4 Uhr am Morgen zuvor, habe ich meiner Freundin eine Nachricht über facebook geschickt, um ihr mitzuteilen, dass es losgeht. Ich hatte das Bedürfnis, meine Freude mit jemandem zu teilen und zu wissen, dass derjenige sich mitfreuen und in Gedanken bei uns sein würde. Die Antwort hat (per Mail) nicht lange auf sich warten lassen und so ging der Austausch dann weiter. Bevor wir in der Nacht darauf zum zweiten und letzten Mal in die Klinik fuhren, schauten wir auf dem Notebook noch gemütlich eine Folge einer Serie beim Bezahldienst des Vertrauens im Internet. Auf dem mondbeschienenen Weg zur Klinik benutzten wir die Navigation des Smartphones, informierten uns bei Dr. Google über das nächtliche Himmelsspektakel und direkt nach der Geburt wurden die ersten Handyfotos geschossen und an enge Freunde und Verwandte verschickt, um sie teilhaben zu lassen und sich mit ihnen gemeinsam über unser Blutmond-Mädchen zu freuen. Früh morgens gab es ein Telefonat über Skype mit meinen Eltern, die sich zurzeit in Griechenland befinden und so ihr drittes Enkelkind gleich sehen konnten. Weitere Handytelefonate, u.a. mit den beiden anderen Kindern, bevor diese von meiner Schwiegermutter zur Schule und in den Kindergarten gebracht wurden. Wie gut ihnen selber die frohe Botschaft überbringen zu können und ihnen für die Zeit bis wir uns wiedersehen noch einige liebe Worte mit auf den Weg zu geben!

In Situationen wie diesen empfinde ich das Smartphone als großen Segen. Bei allen Bedenken bezüglich des Datenschutzes usw., bietet uns das Internet viele Vorteile – auch im sozialen Bereich, da wir alle viel einfacher miteinander vernetzt sind. Ich glaube nicht daran, dass das Internet persönliche Kontakte ersetzt. Ich glaube vielmehr, dass es Verabredungen, Austausch und das Knüpfen neuer Bekanntschaften erleichtert.

Das Maß aller Dinge

Das ist die Welt, in der meine Kinder aufwachsen! Und darum ist das die Welt, in der auch ich mich zurechtfinden möchte! Die Kinder bekommen mit, wie wir selber das Internet nutzen. Wie bei allem spielt auch hier die Vorbildfunktion der Eltern eine entscheidende Rolle. Für den Umgang mit Smartphone, Tablet und Co gibt es bei uns einige klare Regeln: Am Tisch z.B. gibt es keine Smartphones. Und wenn es ‚pling‘ macht, wird es in der Regel ignoriert – es muss nicht jede E-Mail sofort gelesen werden. Allerdings wird das Handy manchmal zu Rate gezogen, wenn Fragen aufkommen, die keiner von uns beantworten kann. „Welches ist eigentlich das größte Tier der Welt?“ und „Warum liegen eigentlich Steine im Gleisbett?“ (Ja, solche Fragen stellen Kinder. Ich hätte die Antwort spontan nicht gewusst – Ihr?) Doch Google weiß alles! Eine weitere Regel ist, dass ich keine Fotos meiner Kinder im Netz hochlade – weder bei facebook, Twitter oder auf meinem Blog. Wenn ich möchte, dass meine Kinder sensibel werden für Themen wie Datenschutz, muss ich ihnen auch das vorleben, indem ich ihre Privatsphäre respektiere.

Ab und zu dürfen meine Kinder eine App machen, meist am Wochenende. Auch die Dreijährige ist dann schon fleißig dabei. Es gibt ganz tolle Kinderapps, ihr Favorit ist zurzeit die „Villa Kunterbunt“ vom Oetinger Verlag. Auch auf langen Autofahrten dürfen sie unser Smartphone manchmal haben. Unter der Woche herrscht bei uns allgemeines Medienverbot für die Kinder. Einen Fernseher besitzen wir schon seit vielen Jahren nicht mehr. Meine Kinder dürfen ab und zu etwas im Internet schauen – gezielt, ausgewählt und zu Zeiten wo es UNS passt, ohne dass wir uns nach einem Programm richten müssen. Auf das richtige Maß kommt es an. Ich finde, verteufeln führt nicht zu einem bewussten Umgang mit diesen Dingen. Dazu gehören Smartphones & Co zu sehr zu unserem Alltag. Ich möchte, dass meine Kinder diesen bewussten Umgang lernen – und ich möchte sie dabei begleiten.

Ab wann ein eigenes Handy?

Irgendwann stehen alle Eltern der Vor-Internet-Generation vor dieser Frage. Bekommt der Erste zur Einschulung eins, oder warten wir noch? Wann ist der richtige Zeitpunkt, wann ist es sinnvoll? Wir haben keine Vorbilder in dieser Hinsicht. Wir sind die erste Generation, die sich mit diesen Fragen auseinander setzen muss. Zu einer Antwort und Regeln die zu einer Familie individuell passen, muss jeder für sich selber finden. Wir haben uns vorerst dagegen entschieden. Doch spätestens mit dem Schulwechsel in vier Jahren wird sich diese Frage wieder stellen. Und ich denke, dann wird unsere Entscheidung anders ausfallen…

Warum das Smartphone Naturerfahrungen nicht ersetzen muss und sogar Leben retten kann, könnt Ihr in diesem witzigen Clip sehen:

Denn auch die Telekom hat sich Gedanken gemacht, wie man Eltern und Kindern den mobilen Start erleichtern kann. Als MagentaEINS-Kunde kann man kostenlos eine weitere Handykarte zubuchen und den Rahmen für sein Kind dabei selber festlegen: ohne Online-Zugang, mit begrenztem Guthaben und die Eltern sind auch ohne Guthaben immer zu erreichen.

Auch ein Berg und Tal-Ausflug wird dann hoffentlich eine gute Erfahrung…


Dieser Beitrag nimmt außerdem teil an der Blogparade #mydigitalday von „Mama on the rocks“.

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2 Gedanken zu “#Blutmond Mädchen

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