Eine Woche ist meine Dritte, mein #Blutmond Mädchen, nun schon bei uns. EINE Woche! Sie ist vergangen wie nichts… und ich habe noch keine Fuß- und Handabdrücke gemacht, erst ein Video gedreht und erst zweimal Haut an Haut mit ihr gekuschelt. Und ich habe das Gefühl, die Zeit rennt mir davon… Es ist mein letztes Baby und ich würde am liebsten die Zeit einfrieren. Bald, schon ganz bald wird sie nicht mehr so richtig Baby sein. Und dann wird es hier nie wieder (schluck) eins geben. In Momenten wo mir das bewusst wird, sitze ich da und die Tränen tropfen auf ihr Köpfchen.

Wer jetzt glaubt, ach ja, der Babyblues, liegt falsch. Klar, meine Hormone fahren gerade Achterbahn. Aber ich bin glücklich! Angekommen im Familienchaos mit drei Kindern. Da wo ich immer hin wollte.

Doch bei allem Glück ist es für mich auch eine Zeit des Abschieds. Und dieser Abschied tut mir gerade sehr weh.

Eine Lebensphase geht damit zu Ende – und ich weiß gar nicht, ob ich das schon will. Wie kommt es eigentlich, dass die Zeit scheinbar plötzlich so rasend schnell vergeht? Schneller als jemals zuvor? Der Erste ist schon in der Schule – hallo? Und die Zweite kommt mir neben dem Baby auch plötzlich ganz groß vor. Jedes Kind scheint noch ein bisschen schneller groß zu werden… was heißt das also für das Großwerden der Dritten?

Ich habe nicht genug Zeit… Es kann niemals genug Zeit geben. Schon bald werde ich auch an dieses Baby zurückdenken und mir nicht mehr wirklich vorstellen können, wie klein es war. Wie gut es geduftet hat, wie sich seine Haut angefühlt hat, die Geräusche die es im Schlaf gemacht hat, die winzigen Händchen und Füßchen (gibt es eigentlich etwas süßeres als Babyfüßchen?)…

Ich dachte, ein drittes Kind das läuft so mit. Ein drittes Kind das hat die Arschkarte gezogen, bekommt halt weniger Aufmerksamkeit, ist irgendwie nichts Besonderes mehr. Hat man alles schon mal gemacht, kennt man. Doch gerade dämmert mir, dass ein drittes Kind erst recht etwas Besonderes ist. Wir werden mit ihm zwar keine ersten Male erleben, dafür aber letzte Male: das letzte Mal ein Baby haben, das letzte Mal ein Krippen-/Kindergarten-Kind, das letzte Mal Einschulung, …, das letzte Mal Auszug von zu Hause und dann bleiben wir allein zurück… NEIN STOPP… soweit will ich jetzt noch gar nicht denken!

Bis es soweit ist, möchte ich dieses letzte Mal genießen und alles in mich aufsaugen. Es muss für den Rest meines Lebens reichen. Und irgendwann muss ich bei diesem Gedanken vielleicht auch nicht mehr heulen, sondern kann mich freuen auf die neue Lebensphase, die dann beginnen wird! Vielleicht…

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3 Gedanken zu “Die Geschwindigkeit von Zeit – Lauter letzte Male

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