Weihnachten steht quasi schon in den Startlöchern und in einem Monat beginnt wieder der Adventskalender-Wahnsinn. Auch ich gehöre zu den Müttern, die beiden großen Kindern einen Kalender genäht hat – zum einen weil ich es schöner fand, zum anderen weil ich nicht wollte, dass es jeden Tag etwas Süßes gibt. Heute hat sich meine Einstellung etwas geändert: Was geblieben ist, sind die selbstgenähten Säckchen. Was sich verändert hat, ist die Füllung. Denn was ich damals schnell merkte: Die Alternative zu Süßem – jeden Tag ein kleines Geschenk wie Haarklammern, Aufkleber & Co – war eindeutig zu viel des Guten. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei, bereits vor der eigentlichen Geschenkeflut (auch genannt Weihnachten) meine Kinder mit „Kleinigkeiten“ zu überfluten. Deshalb gab es letztes Jahr meist kleine Süßigkeiten in den Säckchen – frei nach dem Motto Lieber Karies als Konsum! 

Dieses Jahr habe ich ein besonders beklemmendes Gefühl, wenn ich an die Adventszeit denke. Uns alle beschäftigt das Thema Flüchtlinge. Und wir denken mit Schrecken an die bevorstehenden Minusgrade und was für grauenvolle Schlagzeilen uns da wahrscheinlich ereilen werden. Und da stieß ich auf einen ganz wundervollen Text mit einer noch wundervolleren Idee auf Andreas Blog Me Working Mom. Gemeinsam mit ihren Kindern hat sie die Idee gehabt, nur jeden zweiten Tag etwas für ihre Kinder in den Kalender zu stecken. An den anderen Tagen finden die Kinder einen Euro, der in eine Spardose gesteckt und dann am 24. an Blogger für Flüchtlinge gespendet wird.

Weihnachtsaktion für #bloggerfuerfluechtlinge
Ich werde diese Idee aufgreifen und in den kommenden Tagen mit meinen Kindern besprechen. Ich bin sicher, dass auch sie das gut finden werden. Bei zwei Kindern werden bei uns 24 Euro zusammen kommen – ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch wenn all ihr lieben Blogger da draußen ebenfalls mitmacht, kommt da schon ein Sümmchen zusammen. Und wie könnte man seinen Kindern den eigentlichen Sinn von Weihnachten (auch fernab von Religion und Glaube) besser nahe bringen?

Wer macht noch mit?

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4 Gedanken zu “Adventskalender: Karies oder Konsum? #bloggerfuerfluechtlinge

  1. Oh, was für eine tolle Idee!
    Den Erkenntnissweg vom Konsum zum Karies bin ich auch schon gegangen. Da ist das mit dem Euro eine tolle Alternative und schon für die kleinen eine nachvollziehbare Spende.

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