Tage wie diese

Es wird Sommer. Das Leben findet wieder vermehrt draußen statt. Die Kinder sind wie befreit an Tagen wie diesen. Während Lennox den Ball vor sich her kickt, klettert Ida mit ihrer Freundin auf den Baum. Diesen einen, ganz besonderen Lieblingsbaum, dessen dicke Stämme sich weit zur Seite neigen. Als hätten schon zu viele kleine Lieblingsmenschen seine Besonderheit entdeckt. Hoch oben sitzt sie auf dem Ast, stolz, dass sie es so hoch geschafft hat und beschaut sich ihre Welt von oben. Sie schlingt die Arme um den Ast, legt ihr Gesicht auf ihm ab und schließt die Augen. Eines dieser Bilder die sich fest einbrennen und die man vorhat, niemals zu vergessen. Weiterlesen

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Gesprächsfetzen #2

Die Vierjährige wieder… Auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause.

„Auf der ganzen Welt gibt es immer einen Wettbewerb!“

„Was denn für einen Wettbewerb?“

„Was das Coolste ist.“

„Wie meinst du das? Das coolste Was?“

„Wer das Coolste macht!“

„Das coolste kocht? Oder das coolste hat?“

„Ja… Und das coolste sagt…“

„Und wie findest du das?“

„Cool!“

Pause

„Aber nicht am coolsten!“

#Lieblinks der Woche

So, dieser Kacktag ist vorbei und ich hoffe, morgen wird’s besser. Blöd, wenn das Wetter am langen Pfingstwochenende doof ist und die Tochter schon seit vier Tagen hohes Fieber hat. An die Wohnung gefesselt, bin ich zumindest zwischendurch etwas zum Lesen gekommen. Und vielleicht läuft Euer langes WE ja auch nicht so rund und Ihr könnt etwas – vorrangig witzigen – Lesestoff gebrauchen? Voilá! Weiterlesen

Gesprächsfetzen #1

Die Zweite (4 J.): „Mama, warum ist die Welt eigentlich so voll?“

Ich: „Wie meinst Du das? Warum es so viele Menschen gibt?“

„Ja und so viele Sachen!“

„Ähm – naja, viele Menschen brauchen viele Sachen: Häuser in denen sie wohnen und so.

„Ich find’s doof, dass die Welt so voll ist! IMMER stoße ich mich irgendwo!“

„Aber wenn es nichts gäbe, wäre es ja wie auf dem Mond. Nur Steine…“

„Ja, das wäre gut!“

„Das wäre doch langweilig. Und dann müsstest Du auf dem Boden schlafen, ohne Bett und Decke.“

„Ja, das würde ich machen. Weil hier stoße ich mich IMMER und tu mir weh! Das finde ich so doof!“

Manege frei für’s Leben

Ich sitze auf einer Holzbank, es läuft Musik, von der Zeltkuppel fällt gleißend weißes Licht, es duftet nach Zuckerwatte und Popcorn, nach Abenteuer und Freiheit. Typischer Zirkusduft. Ich bin aufgeregt. Ich bin etwa sieben oder acht Jahre alt.

Boom – zurück in die Gegenwart. Ich bin 36 Jahre alt und habe wieder diesen unvergleichlichen Zirkusgeruch in der Nase. Und erinnere mich an die Faszination, die der Zirkus auf mich immer ausgeübt hat. Wie toll ständig herumzureisen, in Wohnwagen zu leben, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, in der Manege zu stehen und nicht zur Schule zu müssen. Heute sehe ich allerdings auch die harte Seite dieses Lebens. Doch nun, an diesem Tag, war sie wieder da – die Faszination.

Denn heute sollte mein Sohn in der Manege stehen. Weiterlesen