Ein leidiges Thema und Ihr kennt es alle, oder? Da braucht man eine neue Matratze und hat die Qual der Wahl: Kaltschaum, Federkern und 7-Zonen sind nur einige der Begriffe, die einem da um den Kopf wirbeln. Und dann wird es noch komplizierter, weil noch „wichtiger“: Das Kind oder sogar Baby braucht eine Matratze. Und man denkt an den plötzlichen Kindstod oder Haltungsschäden. Mal wieder drückt uns die Last der Verantwortung…

Vor zwei Jahren baute der Opa für unsere Kinder ein dreiebiges Hochbett (die Idee eines dritten Kindes schwebte nämlich schon lange in der Luft und da wir nicht weg wollen aus der Stadt, ist unser Wohnraum begrenzt). Und vorschnell bekamen wir von den Großeltern zwei Matratzen dazu, die ich als sehr hart empfinde, obwohl ich selber harte Matratzen bevorzuge. Seitdem schlafen die Kinder darauf und ich bin nicht sicher, ob das gut für sie ist…

Wenn Carlotta in ein oder zwei Jahren auf der untersten Ebene des Bettes einziehen wird, stehen wir wieder vor der Frage: Welche Matratze ist gut für unsere Jüngste?

20160607_094443

Es wird also Zeit, einige Infos einzuholen und jemand der sich auskennt mit dem Thema und mir Rede und Antwort stand, ist Frédéric Barrault von Dormando.de.

Herr Barrault, zunächst einmal zu den Matratzen für Erwachsene: Welche ist denn nun die Beste für geschundene Elternrücken? Und was hat es mit dem Härtegrad auf sich?

Die Frage nach der optimalen Matratze ist nicht ganz einfach zu beantworten, da jede verschiedene Vorzüge hat. Dennoch gibt es ein paar Merkmale, die eine Matratze auf jeden Fall haben sollte. Beispielsweise sollte eine Matratze 5 bis 7 Zonen besitzen, um bestimmte Körperteile noch mal verbessert stützen bzw. entlasten zu können. Auch die bevorzugte Schlafposition ist ausschlaggebend für die letztendliche Kaufentscheidung –  nicht alle Matratzen bieten die gleiche Stütze. Auch das Füllelement und die Atmungsaktivität, sowie die Allergiker Freundlichkeit spielen eine gewisse Rolle beim Kauf. Aber einer der ausschlaggebenden Punkte ist der Härtegrad.

Der Härtegrad bestimmt wie weich oder hart eine Matratze letztendlich ist. Insgesamt gibt es fünf Härtegrade. Der richtige Härtegrad richtet sich nach der eigenen Körpergröße, sowie dem Gewicht der jeweiligen Person. Zierliche Personen, die gerne härter schlafen, sollten dennoch eher bei den Härtegraden H1 oder H2 bleiben. Denn hart heißt nicht unbedingt gleich gut für den Rücken. Im Allgemeinen gilt, dass sich schwerere Personen für einen höheren Härtegrad entscheiden sollten, damit eine ordentliche Stütze gewährleistet werden kann.  ­­­­­Wurde der richtige Härtegrad ausgewählt, ist das schon die halbe Miete.

Und wenn die Ehepartner ein sehr unterschiedliches Gewicht haben?

Das sollte normalerweise kein Problem sein. Ab einer Größe von 160×200 kommt die Matratze meistens mit zwei Kernen, so hat jeder dennoch seine eigene Matratze.

Wären zwei einzelne Matratzen nicht noch besser? Außer dass die Besucherritze wohl sehr stören würde…

Natürlich gibt es noch die Möglichkeit zwei verschiedene Matratzen zu kaufen, die individuell zu dem jeweiligen Partner passen und diese beiden dann mit einer sogenannten Liebesbrücke verbindet. So wird der Schein einer durchgängigen Matratze gewahrt und jeder kann dennoch nach seinen Vorlieben schlafen.

Im Familienbett liegen dann noch einige Leute mehr im Bett… Ist das Familienbett also nicht gut für Kinderrücken?

Das Familienbett ist so eine Sache, natürlich ist es Vorteilhafter das Kind bzw. die Kinder nah bei sich zu haben, wenn es um das Stillen geht.  Sollte man das Familienbett in Betracht ziehen, sollte die Matratze auf jeden Fall fest sein und das Bett sollte keine Ritzen oder Lücken besitzen durch die die Kinder fallen könnten.

Und wie sollte eine Kindermatratze sein? Eher hart oder weich und was ist noch zu beachten?

Kindermatratzen dürfen schon einmal ein wenig weicher sein als bei Babymatratzen. Bei größeren Kindern ist das Wachstum schon vorangeschritten und eine besonders harte Stütze wird nicht mehr benötigt. Umso älter das Kind wird, umso weicher darf die Matratze werden, aber natürlich nicht zu weich. In der Regel sollte ein Kleinkind-oder Kinderkörper nur einen cm in die Matratze einsinken, um ein festes und körperbetontes Liegegefühl zu gewährleistet. Zu weiche Matratzen sind nicht zu empfehlen, da sie für einen Kinderkörper nicht genug Unterstützung bei der Entwicklung bieten.

Wie ist es beim Babybett? Babys Schlaf ist ja ein ganz sensibles Thema und mit einigen Schreckgespenstern behaftet…

Wie schon erwähnt sollte es bei Babybetten eher ein härterer, festerer Untergrund sein. Bei dem Kauf einer Babymatratze ist es von vornherein wichtig darauf zu achten, dass die Wirbelsäule gut gestützt und gelagert wird. Besonders da im Babyalter noch eine Erstickungsgefahr besteht, sollte die Matratze doch zu weich sein. Kaltschaum und Naturlatex als Füllelemente sind besonders zu empfehlen, da diese dem Baby die nötige Stütze bieten und den Körper punktgenau entlasten können. Auf alle Fälle sollte die Matratze atmungsaktiv sein, damit ein möglichst trockenes und gesundes Klima geboten werden kann. Hinzu kommt, dass der Bezug waschbar sein sollte und unbedingt auf Schadstoffe geprüft, um unnötigen Krankheiten aus dem Weg zu gehen.

Herr Barrault, die Zeit von Eltern ist sehr knapp bemessen und kostbar: Können Sie mir und meinen Lesern bestimmte Produkte für alle Familienmitglieder ganz direkt empfehlen?

Ich habe insgesamt drei Produkte für die ganze Familie herausgesucht, die für die einzelnen Altersgruppen optimal passen. Als Babymatratze kann ich die Lara plus von Prolana empfehlen, hier handelt es sich um ein Naturprodukt pur. Für Babys die optimale Wahl. Als nächstes kommt die Kinder-/Jugendmatratze Grow-Up! von Mona. Der flexible HR-Kaltschaum ist optimal auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt. Als Erwachsenen Matratze kann ich guten Gewissens die emma Matratze empfehlen. Der progressive Aufbau aus hochwertigen und druckentlastenden Materialen macht emma zu einem Topprodukt, welches für so ziemlich jeden Körper und Schlaftyp gleich gut geeignet ist.

Ihr Lieben, ich hoffe, wir konnten etwas Licht ins Dunkel bringen. Ich bin froh, mich mit dem Thema endlich mal etwas intensiver auseinander gesetzt zu haben. So schlimm scheint es nicht zu sein, dass unsere Matratzen in den Kinderbetten etwas härter sind – anders herum wäre blöder. Beim nächsten Matratzenkauf für die kleine Carlotta weiß ich besser Bescheid und muss hoffentlich nicht jahrelang mit einem schlechten Gewissen herumlaufen.

*Dieser Artikel entstand durch die freundliche Zusammenarbeit mit matratzen-test-sieger.de und ist deshalb als Werbung gekennzeichnet.

 

Advertisements

Ein Gedanke zu “Matratzenkauf: Welche Matratze ist die Richtige? (*inkl. Werbung)

  1. Das ist nun der dritte Artikel im Bezug auf Dormando, den ich finde. Und ich bin mit keinem der Artikel zufrieden. Dormando ist eine reine Verkaufsfirma. Weit brauche ich nicht lesen, finde ich schon den ersten Fehler.

    Dormando empfielt immer eine Matratze mit mehreren Zonen. Stiftung Warentest hingegen sagt, dass Zonen nicht wahrgenommen werden und zweifeln die Wirkung von Zonen an. Auch ein Orthopäde gibt in einem Interview an, dass die Wirkung von Zonen nicht bestätigt ist. Wie können Zonen dann ein entscheidendes Kriterium bei der Matratzenwahl sein und noch dazu als ERSTES Entscheidungskriterium genannt werden. Das habe ich bisher nur von Dormando gesehen. Dafür auch schon vom Geschäftsführer der Firma, der zwar einen Doktortitel besitzt. Jedoch nicht in Medizin, sondern in Betriebswirtschaft.

    Ein weiterer Fehler, den ich zum wiederholten Male in einem Dormando-Artikel finde, ist die Auswahl des Härtegrades nach Komfort. Dieser Ansatz bricht einem Menschen mit Rücken- und Nackenproblemen sprichwörtlich das Genick. Wähle ich den Härtegrad nach Komfort, sinke ich möglicherweise in die Matratze falsch ein und bekomme schwerwiegende Rückenprobleme, wenn meine Wirbelsäule über Jahre falsch liegt!

    Wir haben bei der Wahl unserer Matratzen nicht auf die Werbung gehört. Wir haben auf der Webseite von Selecta (http://www.matratzen-selecta.at/) unser Gewicht und unsere Größe eingegeben und wurde dank 30 Tagen Probeliegen überzeugt, dass die Matratzen für uns genau richtig sind.

    Da brauch ich mich nicht mit Härtegraden und Zonen rumschlagen und unsere Wirbelsäule dankt es uns auch ohne wissenschaftlicher Recherche.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s