Lange haben wir darauf hingefiebert, so wie Familien ihrem Urlaub entgegenfiebern: lechzend, verzweifelt und aus dem letzten Loch pfeifend. Endlich gemeinsame Zeit! Wir sind für eine Woche nach Dänemark gefahren und danach dann noch für eine Woche nach Holland. Beide Male begleiteten uns Freunde. In Dänemark hatten wir eine andere Familie mit zwei Kindern dabei. Wir kennen uns, seitdem Lennox 1 Jahr alt war – genau so alt wie seine Freundin Lara. Laras Bruder Tom ist so alt wie Ida. Und Lara und Tom heißen natürlich eigentlich ganz anders – das spielt für Euch aber keine Rolle.

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Die Urlaubsgang

 

Bullerbü in Dänemark

Nach einer elendig langen Fahrt mit viel Stau und Stop and Go und einer Übernachtung in Neumünster mit einem schlechtgelaunten Chinesen, der wegen uns Überstunden machen musste, weil wir erst um 0.30 Uhr angekommen sind, erreichten wir endlich Vrist, bzw. Harbore in Dänemark. Und hier wurden wir für alle Strapazen entschädigt. Das große Haus mit Reetdach steht mitten im Dünengras, wir müssen nur einmal über die Düne direkt hinter unserem Haus und sind schon am tollen, großen und überhaupt nicht überfüllten Strand. Wir sind in Bullerbü gelandet.

Es regnet bei unserer Ankunft, doch genau für diesen Fall haben wir vorgeplant und ein Haus mit innenliegendem Pool, Whirlpool und Sauna gemietet. Der Ankunftstag wird aber der einzige Regentag bleiben. Erst am Abfahrtstag regnet es wieder. Es ist perfekt! Dazwischen blauer Himmel und Sonne satt. Der Pool wird dennoch jeden Tag genutzt und ich wundere mich darüber, dass den Kindern nicht Schwimmhäute wachsen. Abends steht er dann exklusiv uns zur Verfügung – wenn wir nicht gerade Zombies jagen.

Entschleunigung braucht Zeit

Wir sind es gewohnt, viel mit den Kindern unterwegs zu sein. Am ersten Tag schleiften wir darum unsere Freunde zunächst mal ins Aquarium: Wir bemerkten erst nach dem Bezahlen, dass wir pro Familie 90 Euro gezahlt haben. Jeder von uns hat ein pinkes Bändchen ums Handgelenk bekommen mit dem Hinweis, wir sollten sie dranlassen, denn wir könnten damit eine ganze Woche immer wieder rein. Wir machten noch Witze darüber, was wir denn jeden Tag eine Woche lang da immer wieder rein gehen sollten, denn sooo toll war das nun wirklich nicht. Die Kinder bestanden dann auch nach dem Besuch lautstark darauf, die Bändchen zu entfernen. Erst zwei Tage später checkten wir, dass da noch viel mehr Sachen drin enthalten waren – z.B. eine Robbensafari… Nun ja, jedes Ding hat zwei Seiten und somit schalteten wir ein paar Gänge runter und passten uns ganz dem Tempo der Kinder an. Ansonsten gab es außer einem Aldi und einem dänischen Supermarkt nämlich auch nichts dort in der Gegend. Und das war auch mal wirklich schön. Nichts als Dünen, Strand, Meer, Bunker, Sonnenuntergänge, Vollmond, Pool und unser tolles Haus. Und das Snegglehuset, das wir uns an einem Tag dann auch noch anschauten.

Ansonsten sammelten wir vor allem Steine. Davon gab es nämlich in Dänemark besonders viele und schöne. Ich sammelte eher die großen, um sie zu Hause mit Aquarellfarben zu bemalen. Die Kinder – allen voran Ida – interessierten sich eher für die kleinen. Ida war eigentlich den ganzen Tag auf Schatzsuche 🙂

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Die Lage unseres Hauses war – wie gesagt, aber ich kann es nicht oft genug wiederholen – der Oberknaller! Einmal über „unsere“ Düne drüber…

…und schon sah man das Haus.

Die vier großen Kinder waren ganz in ihrer eigenen Welt, sie spielten und spielten und waren einfach grundzufrieden. Ich fand es wunderbar, ihnen dabei zuzuschauen und hatte das Gefühl, dass dort gerade Kindheitserinnerungen geschaffen wurden. Es brauchte keinen großen Einfluss von außen, die Kinder waren beschäftigt und sich selbst genug. Diese eine Woche fühlte sich für mich an wie zwei oder drei, ich habe lange nicht mehr so abgeschaltet. Und tolle Fotos gemacht.

 

Dänemark, ich liebe dich!

Dementsprechend tränenreich war dann auch der Abschied – die Kinder (und auch wir) wollten nicht weg und drückten ihre Freunde extralang und doll. Die mussten leider wieder zurück nach Hause, da in NRW der Alltag rief. Für uns hieß es zum Glück noch eine weitere Woche urlauben und zwar in Holland 🙂

Weitere Fotos könnt Ihr auch auf Instagram sehen!

 

 

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4 Gedanken zu “Sommer 2016… (Teil 1, Dänemark)

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